Herren 60: fast ein Heldenepos
Herren 60: fast ein Heldenepos

„Uns ist in alten mæren wunders vil geseit / von helden lobebæren, von grôzer arebeit, / von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen, / von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.“ (Uns wird in alten Erzählungen viel Wunderbares berichtet von berühmten Helden, großer Mühsal, von glücklichen Tagen und Festen, von Tränen und Klagen und vom Kampf tapferer Recken könnt Ihr jetzt Erstaunliches erfahren.).

Diese Auftaktzeilen des Nibelungenliedes können beispielhaft für das erste Spiel der Herren 60 am vergangenen Samstag, den 27. Juli 2020, beim TC BW Bruchhausen stehen. Diese Literatur lehrt aber auch, dass die Geschichte praktisch immer tragisch ausgeht. Mit Ausfällen und Verletzten angereist, wehrten sich die Herren 60 aufopferungsvoll gegen einen von den LKs her deutlich besser aufgestellten Gegner, verlor am Ende das Match mit 7 zu 2, wobei aber durchaus auch ein knapper eigener Sieg drinnen gewesen wäre. Den Auftakt machten auf den Positionen 2, 4 und 6 Axel Krackow, Frank Riba und Joachim Bengelsdorf. Frank Riba blieb gegen seinen Gegner chancenlos und Joachim Bengelsdorf kämpfte sich in den Match-Tiebreak, musste diesen und damit das gesamte Spiel aber knapp mit 7 zu 10 abgeben. Axel Krackow nahm die an ihn vor Spielbeginn gerichteten aufmunternden Worte „Du hast keine Chance, also nutze sie“ gegen einen um sechs LK besser eingestuften Gegner ernst und konnte sein Spiel wiederum im Match-Tiebreak gewinnen (4:6, 6:4, 10:8). Jetzt waren die auf den Nummern 1, 3, und 5 gesetzten Spieler an der Reihe. Klaus Hirsch musste leider frühzeitig verletzungsbedingt aufgeben und auch Kent Walter kämpfte sich heldenhaft gegen einen um neun LK besser eingestuften Gegner in den Match-Tiebreak, verlor diesen jedoch mit 6 zu 10. Alfred Schmidt tat es besser, nach deutlichgewonnen ersten Satz gab sein Gegner verletzungsbedingt im zweiten Satz auf (6:1, 4:0).

Die ausstehenden Doppel besetzte man mutig, hatte jedoch kein richtiges Glück. Doch ein Spiel ragte auch hier heraus: Walter/Bengelsdorf wehrten sich nach Kräften, holten den zweiten Satz und damit den Match-Tiebreak, verloren diesen dann jedoch auch knapp mit 7 zu 10. Fazit: Von vier Match-Tiebreaks wurden drei verloren. Das macht deutlich, dass auch ein knapper anderer Ausgang möglich gewesen wäre. Einstellung, Moral und Zusammenhalt (auch die im Spiel verletzten Spieler sowie die wegen Verletzung nicht aufgestellten, aber als Unterstützung angereisten Spieler blieben bis zum Schluss!) dieser Mannschaft sind beispielhaft. Das nächste und dann auch schon das letzte Spiel der Herren 60 des TCE findet am Samstag, den 11. Juli 2020, ab 14 Uhr beim TC SV Ottenhausen statt.

geschrieben von: jb, 28.06.2020 12:27  Uhr